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4. Teil: Vorstellung von “Drehbuch des Lebens” von Peter Orban und Ingrid Zinnel

Mit dem hier vorliegenden Buch “Drehbuch des Lebens - Eine Einführung in die esoterische Astrologie” des Astrologen Peter Orban und der Astrologin Ingrid Zinnel durfte ich erfahren, dass es nicht nur unterschiedliche astrologische Schulen gibt (Münchener Rhythmenlehre nach Wolfgang Döbereiner, Huber-Schule, Hamburger-Schule, etc.), sondern, und darum geht es in diesem Werk auch, dass ein grundsätzlicher Unterschied innerhalb der Astrologie zu bestehen scheint.

 

So ist nicht jede Astrologie gleichzeitig der Esoterik zugehörig, sondern es scheint auch eine nicht esoterische Astrologie zu geben. Der esoterische Ansatz geht davon aus, dass die Umwelt ein Spiegel ist. Also allem und jedem den ich im Außen begegne, hat etwas mit mir zu tun. Verkürzt ausgedrückt, besagt die esoterische Lehre, dass die Umwelt ein Spiegel meiner Selbst ist. Nach diesem Ansatz kann ich also Personen, Ereignisse und Dinge nicht unabhängig von mir betrachten, denn diese Dinge finden in mir statt, die sich im Außen zeigen bzw. manifestieren.

Das was sich im Außen zeigt, wie der streitende Nachbar, die Kündigung bei der Arbeit, das Fremdgehen des Partners, der Partnerin ist - nach diesem Ansatz - lediglich eine Projektion eines inneren Ereignisses, welches verdrängt wurde. Und diese inneren Ereignisse werden von zwölf Personen im Inneren unserer Persönlichkeit ausgeführt. Wenn wir also bspw. zwei verliebten Menschen begegnen, diese wahrnehmen und darauf emotional reagieren, dann ist davon auszugehen, dass dies eine innere Personen (in diesem Fall die Venus) ist, die uns auf etwas hinweisen möchte, womöglich auf unseren Wunsch uns verlieben zu wollen, den wir uns aber nicht (mehr) gestatten wahrzunehmen.

 

Und von dieser Betrachtungsweise geht die esoterische Astrologie aus, wie sie bislang ausschließlich von Peter Orban (und seinen MitarbeiterInnen) vertreten wird. Peter Orban und Ingrid Zinnel grenzen sich nun mit diesem Werk von der herkömmlichen Astrologie ab, die sich zwar teilweise als esoterisch bezeichnet, aber lange nicht esoterisch ist, so Peter Orban.

 

So werden in diesem Werk “Drehbuch des Lebens” die zwölf Personen des “inneren Ensembles” (so genannt von Peter Orban), mit in Bezugnahme dessen, dass das Außen immer ein Spiegel des Inneren ist, ausführlicher vorgestellt. Dabei beleuchten die beiden Autoren den Aszendenten und die Sonne in den 12 Tierkreiszeichen, die Häuser, die Elemente sowie die Aspekte, also die “Verwicklungen der inneren Personen” (Peter Orban) des Horoskops und damit auch unseres Lebens.

 

Nutzte ich die beiden Werke von Nicolaus Klein als Einstiegsliteratur (u. a. “Arbeitsbuch Astrologie”), so stellen die Bücher von Peter Orban und Ingrid Zinnel eine sinnvolle und bemerkenswerte Erweiterung meiner Studien dar. Denn die Autoren schaffen es in einer sehr angenehmen Kombination aus Demut gegenüber den und Wissen um die Schicksalskräfte(n) sehr sensibel und bildreich die Faktoren des Horoskops mit Leben zu füllen. Diese Beschreibung der Schicksalskräfte werden von ihn in Bezug zu unserem Leben gesetzt und so wichtige Deutungsansätze zur selbstständigen Interpretation unseres Horoskops mit an die Hand gegeben.

 

Zu Recht steht im Klappentext, dass dieses Werk sowohl für “Einsteiger als auch Leser mit Vorwissen” gedacht ist. Aber nicht nur das, wie ich meine! Mit diesem, wie auch den anderen Büchern von Peter Orban, wie z. B. “Kursbuch Astrologie - Die Einführung in die Welt der Symbolon-Astrologie” habe ich eine astrologische Richtung für mich entdecken können, die mir einen sehr tiefen Einblick in die Astrologie und somit in die Interpretation von Horoskopen ermöglicht.

 

Im Anhang stellen uns die Autoren noch die Möglichkeit vor, ein Horoskop selbst auszurechnen und zu zeichnen. Im zweiten Anhang zeigen sie anhand von Tabellen die unterschiedlichen Ausdrucksformen der 12 Tierkreiszeichen. Dabei werden Ebenen, wie bspw. Grundprinzip (z. B. Steinbock: Die Gesetzmäßigkeit des Lebens), Planet (Steinbock: Saturn), Personen (z. B. Menschen mit Steinbock-Sonne: Adenauer), inneren Personen (z. B. Steinbock: der weise alte Mann) und Krankheiten (Steinbock: Verhärtungen) dargestellt und den Tierkreiszeichen zugeordnet.

 

Damit haben Peter Orban und Ingrid Zinnel ein, aus meiner Sicht, in sich schlüssiges und sinnvoll aufgebautes Werk verfasst, das einen guten Einstieg sowie auch eine hervorragende Erweiterung eines bestehenden astrologischen Wissens bietet.

 

Abschließende Worte

Mit dieser Vorstellung des Astrologie-Werkes “Drehbuch des Lebens” von Peter Orban und Ingrid Zinnel, was den vierten Teil und damit die Darstellung meiner Anfangszeit in der Astrologie bildet, endet diese Reihe.

Wie meine vorherigen Artikel unabhängig dieser Reihe zeigen, endeten hiermit meine astrologischen Studien nicht. Diese Artikelreihe sollte anhand meines Weges zur Astrologie verdeutlichen, wie ein möglicher Einstieg in die Astrologie aussehen kann und wie durch das angeregte Interesse und entsprechenden Empfehlungen die Schritte auf dem Weg sich fast wie von allein ergeben können. Im Nachhinein kann ich für mich festhalten, dass ich mit den sich daraus ergebenden Schwerpunkt der Astrologie einen Einstieg und einen Weg für mich gefunden habe, der eine sinnvolle Fortführung meiner vorherigen esoterische Studien darstellt. So ermöglichte und ermöglicht mir jeder weitere Schritt innerhalb der Astrologie meine Faszination und Begeisterung für die Astrologie zu erhöhen und damit mein astrologisches und ebenso mein spirituelles Wissen durch eigene Deutungen zu vertiefen und zu erweitern. Die Astrologie stellt für mich so eine Quelle dar, die nicht zu versiegen scheint und mir dabei verhilft, das Leben und die Ereignisse zunehmend als symbolisches Geschehen zu verstehen.

 

Herzlichst Michael Bitter

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